Die erste Silbe des Namens der Stadt könnte dem germanischen Wort „dheus“, was bedeutet, gehen so etwas wie „Nassbereich“ oder „Flussaue“. deshalb konnte Duisburg „befestigter Platz in der Flussaue“ bedeuten. Eine andere Interpretation geht davon aus, dass der Name aus dem altdeutschen „duis“ abgeleitet, das bedeutet „Hügel“. Duisburg könnte so etwas wie „Burg auf dem Hügel“ bedeutet. So den Rhein ein Ort, auf einem Hügel mit Blick finden, dass könnte auf dem Gebiet des heutigen Rathauses. Duisburggau (Diuspurgau) war auch der Name des mittelalterlichen Gau (Landunterteilung) am Niederrhein.

Eine Legende aufgezeichnet von Johannes Aventinus (fl. 1525) besagt, dass Duisburg, (zusammen mit Deutz, Köln, Duisdorf in Bonn, und Does in den Niederlanden, die alle auf der Rhein rechten Ufer) wurde von der gleichnamigen gebaut Tuisto, mythische Vorläufer der Deutschen , ca. 2395 vor Christus. Es gibt nichts, jede historische Grundlage für eine solche frühe Gründung von Duisburg zu etablieren, die es unter den ersten Städten in Europa gemacht hätte.

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Von Duisburg bis nach Dortmund: Im Ruhrgebiet hat es unkommerzielle und selbstverwaltete Kultur nicht einfach. Wenn es dann auch noch nicht nur um Kultur, sondern auch um Politik von unten gehen soll, sieht es noch schwärzer aus. Trotz massiven Leerstandes und vieler guter Gründe für soziale und kulturelle Zentren in jeder Ruhrgebietsstadt (wenn nicht sogar jedem Stadtteil), investieren die Städte größtenteils in fragwürdige „Leuchtturmprojekte“, während lokale Initiativen teilweise seit Jahren versuchen Immobilien für ihre gemeinnützige Arbeit zu finden.

Während sich das Ruhrgebiet 2010 als Kulturhauptstadt abfeiern ließ, Prestigeprojekte gefördert wurden und der Sommer mit Riesenevents gänzlich ohne Nachhaltigkeit gefüllt wurde, bleiben öffentliche Angebote, soziale und unkommerzielle Einrichtungen immer mehr auf der Strecke.
Die Stadt Duisburg kann durchaus als Paradebeispiel für eine äußerst problematische Stadtentwicklung herhalten. Während ein Innenstadt-Viertel nach dem anderen von dem Architekten Sir Norman Foster ein neues Entwicklungskonzept erhält, wird der Kultur immer weiter der Hahn abgedreht. Neue Initiativen haben kaum Chancen, wenn sie nicht komplett auf eigene Faust arbeiten. Stattdessen ist vorzeigbare „Hoch-“ und „Leitkultur“ gefragt, welche einen Großteil der Bevölkerung ausschließt und oft nur ein passives Erleben von Kultur fördert. Der Verein „Mustermensch e.V.“ betrieb von Ende 2008 bis Mitte 2009 das unabhängige Kulturzentrum „T5“ in der Duisburger Altstadt, musste dieses aber aufgrund der ungeeigneten Immobilie wieder aufgeben: Ein geeignetes Kulturzentrum mit ausreichend Platz für Konzerte, Veranstaltungen und Räumlichkeiten für kulturelle und politische Gruppen ist über den freien Markt kaum möglich, allerdings rührt die Stadt mehrfachen Zusagen „sich zu kümmern“ zum Trotz kaum einen Finger. Und selbst bei kommerziellen, aber alternativen, Kulturangeboten wie dem Djäzz wird ähnlich verfahren. Die Stadtspitze und Verwaltung verspricht viel hält aber nichts.

Und Duisburg ist damit nicht allein. Solche Entwicklungen sieht man in der gesamten Region der ehemaligen Ruhr2010. Während in Essen das letzte städtische Jugendzentrum geschlossen wird und eine Besetzung der Künstlerinitative „Freiraum2010“ nach kurzer Zeit aufgegeben werden muss, wird auch in Dortmund für ein unabhängiges Zentrum und ein „Recht auf Stadt“ gekämpft.
Vorgemacht hat es die Kölner Pyranha-Gruppe, die es mit bunten Aktionen und viel Engagement geschafft hat, einen Raum für ihre Ideen und Projekte zu finden – das Autonome Zentrum Köln, welches allerdings immer noch keinen gesicherten Status hat.

In was für einer Stadt wollen wir leben?

Selbstbestimmt und unkommerziell – wir wollen einen selbstverwalteten Ort, an dem Menschen Raum finden, ihre Kreativität, ihre Ideen, Bedürfnisse und Lebensvorstellungen möglichst unabhängig von gesellschaftlichen und kommerziellen Zwängen auszuleben. Aber dahin kommen wir nicht von alleine und mit leeren Versprechungen geben wir uns auch nicht mehr zufrieden. Ab jetzt nehmen wir die Sache selbst in die Hand!

Auf zur Nachttanzdemo!

Wir wollen raus in die Stadt gehen und unüberhörbar zeigen, dass wir da sind, dass wir viele sind und dass wir auch in Zukunft Raum in der Stadt einnehmen werden – egal wo und wann.

Kommt am Samstag, den 30. April, einen Tag vor dem Euromayday in Dortmund, zur Nachttanzdemo nach Duisburg. Sagt euren FreundenInnen, Geschwistern, NachbarInnen und Kindern bescheid, bringt Instrumente und Konfetti mit, und tanzt mit uns für ein unabhängiges Zentrum in Duisburg und Freiräume im ganzen Ruhrgebiet. Mit einer lauten, bunten und kraftvollen Nachttanzdemo werden wir deutlich machen, dass die Straßen auch unsere Straßen und die Stadt auch unsere Stadt ist, die wir selbstbestimmt gemäß unseren Bedürfnissen gestalten werden.

Die Demo beginnt um 19 Uhr am Vorplatz des Duisburger Hauptbahnhofs und endet an der Pauluskirche in Hochfeld.

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